Gesammelte Werke 2011

9 Mai

Wie in Wissenschaftskreisen nicht ganz unüblich, hat auch unser Projektteam in den vergangenen Monaten einige Artikel und Bücher geschrieben und veröffentlicht. Unmittelbar zum Kernthema unseres Forschungsprojekts war das:

  • Weitere Artikel sind zwar schon geschrieben, erscheinen aber erst dieses Jahr. Infos folgen!

Verwandte Aspekte, insbesondere Partizipation, Demokratie, Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit von Wohnsiedlungen wurden aber auch in verschiedenen Beiträgen thematisiert:

  • Schröder, Carolin; Walk, Heike 2011: Warum Partizipation? Einige Überlegungen am Beispiel der Umweltdebatte, in: Wissenschaft & Umwelt Interdisziplinär, Band 14: Demokratie und Umweltkrise. Brauchen wir mehr Mitbestimmung? oekom: München, S. 212-218.

 

 

 

Unsere Praxispartner IV: Stadtteilgenossenschaft Wedding e.G.

30 Apr

Eine weitere der sieben Genossenschaften, die in unserem Forschungsprojekt näher untersucht werden, ist die „Stadtteilgenossenschaft Wedding für wohnortnahe Dienstleistungen e.G.“ Ihr Sitz ist in Berlin-Wedding, im Sprengelkiez. Im Jahr 2000 gründete sich die Genossenschaft aus dem kommunalen Forum Wedding e.V., einem Beschäftigungsprojekt zur sozialen Stadtentwicklung, heraus.

Ihr Ziel ist vor allem die Vernetzung der lokalen Ökonomie im Quartier u.a. durch die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Dies wird auch als Beitrag zu einer lokalen Lebensqualität verstanden. So entwickelte sie verschiedene soziale, kulturelle sowie ökologische Projekte bzw. Dienstleistungen und führt sie auch durch.

Vor dem Sprengelhaus, dem Sitz der Stadtteilgenossenschaft - eine Bank mit ihrem Logo.

Die Zusammensetzung der Genossenschaft ist vielschichtig: Zum einen gibt es einen Meisterbetrieb für Maler und Lackierer als Stammbetrieb der Genossenschaft. Darüber hinaus setzen sich die Mitglieder der Genossenschaft zum einen aus natürlichen Personen sowie weiteren Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen, mittlerweile auch von außerhalb des Sprengelkiez, zusammen.

Unsere Konferenz am 23.Mai 2012 in Berlin

25 Apr

Am 23. Mai veranstaltet unser Forschungsprojekt  in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin die Konferenz „Solidarische Stadt – Genossenschaftliche Handlungsmöglichkeiten in Zeiten des Klimawandels“.

Auch wenn im Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 bereits viel über wirtschaftliche und soziale Potenziale unterschiedlichster Genossenschaften in vielen Bereichen unseres Alltags geschrieben wurde, so stellt sich doch die Frage, ob und wie Genossenschaften als kollektive Selbsthilfeorganisationen auch Beiträge zum lokalen bzw. kommunalen Klimaschutz leisten können.


Daher sollen auf der Konferenz die Möglichkeiten von Genossenschaften und Städten in Bezug auf eine nachhaltige und demokratische Gestaltung von Klimaschutzmaßnahmen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutiert werden. Dabei sollen vor allem die folgenden Fragen im Zentrum stehen:

  • Welche Herausforderungen bewegen die Menschen und Stadtverantwortlichen vor Ort?
  • Welche Rolle können Genossenschaften bei der Bewältigung dieser spielen?
  • Welche Vorteile, aber auch Probleme bietet die genossenschaftliche Organisationsform?
  • Welche politischen Rahmenbedingungen sind vorhanden und welchen Reformbedarf gibt es?
  • Welche Empfehlungen können in Bezug auf Genossenschaften formuliert werden?

Die Veranstaltung ist öffentlich, Anmeldungen bis zum 18.05.2012 bitte unter wiso.verkehrspolitik@fes.de oder per Fax über das Konferenzprogramm. Hier geht’s zum Programm.

Partizipative Workshops

20 Apr

Nachdem das Forschungsprojekt “Solidarische Stadt. Genossenschaftliche Handlungsmöglichkeiten in Zeiten des Klimawandels” bereits im Dezember 2011 eine Zukunftswerkstatt mit Mitgliedern der StattAuto eG in Lübeck organisiert und durchgeführt hat, finden nun weitere Praxis-Workshops in und mit Genossenschaften statt: Am 15.03. wurden in einer Siedlung des Spar- und Bauvereins eG Hannover ca. 600 “Grüne Mappen” von drei Projektmitarbeiterinnen und Mitgliedern der Genossenschaft verteilt. Diese Grüne Mappe ist ein an der TU Berlin entwickeltes, niedrigschwelliges Partizipationsverfahren zur Befragung von Potenzialen und Bedarfslagen der Mieterinnen und Mietern.

Am 05.Mai führen wir ein World Cafè zu den Themen Kommunikation, Klimaschutz und Nachbarschaftstreff durch, bei dem die ersten Ergebnisse zur Grünen Mappe bereits ausgehängt sind. Ca. zwei Stunden werden wir gemeinsam mit den Genossenschaftsmitgliedern Ideen entwickeln, gefolgt von einer kleinen Ausstellung der Ergebnisse beider Maßnahmen im Nachbarschaftstreff.

 

 

 

Weiter geht’s!

16 Apr

Nach einer Zeit intensiver Interviewauswertungen im Forschungsteam kommen wir zu ersten Ergebnissen: Seit letzten Herbst waren wir zu sechst damit befasst, unsere leitfadengestützten Interviews auszuwerten, die wir in “unseren” Genossenschaften mit Mitgliedern, Vorständen und Aufsichtsrät_innen geführt haben.

Zusammen kamen ca. 1500 Seiten Transkripte – aus gut 36 h Interviews. Einerseits versuchen wir nun, den Umgang mit Themen wie Klimaschutz, Solidarität, Kommunikation, Partizipation, Diversity, Partizpation und Genossenschaften in den einzelnen Genossenschaften zu verstehen und zu beschreiben, andererseits geht es uns auch darum, übergreifende Gemeinsamkeiten und Charakteristika festzustellen.

Zunächst war der gemeinsame Arbeitsprozess von technischen Schwierigkeiten geprägt: Da wir an verschiedenen Instituten arbeiten, alle viel zu tun haben, wir aber trotzdem auf dem aktuellsten Stand der Auswertungen jeder Einzelnen sein wollten, war ein externer Server die Lösung. Nach nur wenigen Wochen klappte das dann auch reibungslos.

Danach ging’s ans Lesen der Interviews, dann ans Codieren. Richtig intensiv war dann die erste Zeit des Jahres als wir versuchten, aus den Zitaten zu den einzelnen Begriffen und Themenbereichen die Aussagen herauszudestillieren, sie zu vergleichen und ggf. Zusammenhänge herzustellen.

 

 

Veranstaltungshinweise im September und Oktober 2011: Hamburg (28.10.-29.10.) und Loccum (23.09.-25.09.)

10 Okt

Im kommenden Monat fanden und finden interessante Veranstaltungen jeweils in Hamburg und in Loccum statt, die inhaltlich an unserem Genossenschaftsthema angelehnt sind.

Im Rahmen des Forums für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie, ausgerichtet von der Evangelischen Akademie Loccum und der STIFTUNG MITARBEIT zum Thema „Bürgerbeteiligung stärken – Veränderung gestalten“, sprach Heike Walk am Freitag, den 23. September 2011 zum Panel Mehr oder weniger Staat in der Bürgerbeteiligung mit dem  Beitrag  „Nur Protest oder auch Gestaltung? Die Rolle sozialer Bewegungen“ . Alle Informationen zu den Vorträgen und Diskussionen der in Loccum tagenden Veranstaltung findet ihr im Programm.

In Hamburg werden am 28. Und 29. Oktober anlässlich der 6. Tagung der Genossenschaftsgeschichte spannende Vorträge und Diskussionen zum Thema  „Geschichte und Potential der Selbsthilfe: Die Wohnungsbaugenossenschaften“ diskutiert. Dazu werden wir – Delal Atmaca und Carolin Schröder – unser Forschungsprojekt unter dem Titel „Stadtteilorientierung und Klimaschutz – Herausforderungen für Wohnungs(bau)-genossenschaften“ am frühen Nachmittag des 28. Oktober 2011 im Museum der Arbeit vorstellen. Weitere Hinweise zur Anmeldung und zur Anreise findet ihr im Programm.

Unsere Praxispartner III: StattAuto eG Luebeck & Kiel

5 Okt

Unser Praxispartner StattAuto eG ist eine CarSharing-Genossenschaft und versteht sich als Mobilitätsdienstleister in Kiel, Lübeck und Preetz. Sie verfügen über einen Fuhrpark von insgesamt 90 Fahrzeugen an 22 verschiedenen Standorten und bieten damit preiswerte mobile Transportnutzungsmöglichkeiten für private als auch gewerbliche NutzerInnen an. In Zusammenarbeit mit ihren Partnerorganisationen hat die Genossenschaft ihr Unternehmen mittlerweile europaweit in 300 verschiedenen Städten und Gemeinden ausgebaut. CarSharing ist im Zuge der Verdichtung des städtischen Verkehrs und der Zunahme des Individualverkehrs eine attraktive Lösung für diejenigen geworden, die privates Eigentum durch genossenschaftseigene Fahrzeuge ersetzen oder ergänzen möchten. Anliegen der StattAuto eG ist es, durch das Angebot an umweltfreundlichen und kostengünstigen Transportmöglichkeiten die wirtschaftlichen und ökologischen Interessen ihrer Mitglieder zu fördern und zur Senkung der Umweltbelastungen beizutragen. Weil StattAuto eG auf Fahrzeuge mit geringem Kraftstoffverbrauch und niedrigen Emissionen setzt, die Fahrzeuge durch das gemeinschaftliche Teilen besser ausgelastet werden, sowie Autos und Parkraum eingespart werden, wird ein umfassender Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet. Ein StattAuto kann bis zu acht Pkw ersetzen. Anstelle von versiegelten Parkflächen können Frei-Räume für Kinder, Fahrräder und Stadtnatur entstehen. Die Fahrzeuge von StattAuto eG werden bereits von Architekten- und Ingenieurbüros, Freiberuflern, Sozialeinrichtungen, Ämtern und Sportvereinen genutzt. Dieses Konzept ist für unser Forschungsprojekt von besonderem Interesse, weil es zu einer umweltgerechteren und lebenswerteren Stadt beiträgt und die Menschen für alternative Mobilitätskonzepte sensibilisiert.

Arbeitsfortschritte II

29 Aug

In den vergangenen zwei Monaten haben wir Interviews geführt in “unseren” Genossenschaften: Wir waren in Lübeck, in Hannover, in Jena, in Dresden und in drei  Genossenschaften in Berlin. Interessant war vor allem, wie unterschiedlich die sieben Genossenschaften doch sind – und die ganz unterschiedlichen persönlichen Perspektiven der befragten Mitglieder und Vorstände. Dann war Urlaubszeit und die verbliebenen Wissenschaftlerinnen kämpften mit der Installation und Inbetriebnahme einer neuen Auswertungssoftware und eines externen Servers. Das haben wir nun auch geschafft, und es geht an die Auswertung der 35 Interviews. Dabei interessieren wir uns vor allem für Aussagen zu unseren Kernthemen Klimaschutz, Genossenschaften, Kommunikation, Partizipation, Stadt, Diversity und Solidarität. Das bedeutet aber auch, dass wir jetzt richtig viele Interviews lesen werden und uns in Arbeitsgruppen austauschen, um zu ersten ausformulierten Ergebnissen im Projekt zu kommen.

Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin

18 Jul

Die Projektleitung der „Solidarischen Stadt“ erfolgt durch Dr. Heike Walk und Dr. Ing. Carolin Schröder am Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Das 1995 gegründete Zentrum ist eine zentrale Forschungseinrichtung der TU Berlin für Wechselwirkungen technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Das Zentrum verfolgt dabei einen problemorientierten Forschungsansatz. Ein großer Teil der Forschungsvorhaben ist nicht rein deskriptiv-analytisch angelegt, sondern zielt zusätzlich auf die Entwicklung und den Test neuer Lösungen und Angebote.

Heike Walk ist habilitierte Politikwissenschaftlerin und hat in Berlin und Edinburgh studiert. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Zivil- und Bürgergesellschaft, soziale Bewegungen, Governance- und Demokratieforschung, nachhaltige Entwicklung und (inter-)nationale Umwelt- und Klimapolitik. Sie wechselte im Jahr 2000 vom Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin an das Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin und leitet dort den Bereich Klima und Energie. Zeitweise war sie stellvertretende Geschäftsführerin.

Carolin Schröder hat Landschaftsplanung in Berlin und Dublin studiert, sie ist promovierte Stadtplanerin. Am ZTG arbeitet sie seit 1998. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Akteure in der Stadt- und Regionalentwicklung, inter- und transdisziplinäre Forschung zu Kooperation und Partizipation. Sie ist Koordinatorin verschiedener Forschungsverbünde und -netzwerke sowie Leiterin des Bereichs „Partizipationsforschung“ am ZTG.

Unterstützt wird das Forschungsprojekt von der Studentin Madeleine Wloch, derzeit Studentin der Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin sowie von der Praktikantin Anne-Katrin Weise, die Soziologie technikwissenschaftlicher Ausrichtung an der TU Berlin und in Rennes studiert hat.

Unsere Praxispartner II: WeiberWirtschaft eG

22 Jun

Als nächsten Praxispartner stellen wir an dieser Stelle die Berliner Genossenschaft „Weiberwirtschaft eG“ vor – das größte Gründerinnenzentrum Europas. Der Kontakt zu der Weiberwirtschaft besteht seit Langem. Bei einem internen Projektworkshop Anfang April waren wir bei der Genossenschaft vor Ort und konnten so die Räumlichkeiten und Strukturen der Weiberwirtschaft kennenlernen.

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Gegründet wurde die Frauengenossenschaft aus der westdeutschen Frauenbewegung heraus bereits 1989. Die Idee war, ein Gründerzentrum nur für Frauen zu schaffen, da sie oftmals nur unter schwierigeren Ausgangsbedingungen als Männer Unternehmen gründen können. Die Genossenschaft hat in der Anklamer Straße 38-40, im Stadtteil Mitte, den ehemaligen Gewerbekomplex der VEB Berlin-Kosmetik ökologisch saniert und das Gründerinnenzentrum dort etabliert. Die Gründerinnen haben heute die Möglichkeit, schon kleinere Räume ab 14m² anzumieten. (weiterlesen …)